24. November 2020
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Undichte Dächer, feuchte Wände, Risse an Wänden: Die Schäden am Bau nehmen zu. Fachleute machen Termindruck und überlastete Firmen dafür verantwortlich. Es gebe aber auch politische Versäumnisse.

 

In deutschen Städten wird an allen Ecken geschweißt, gebohrt und gebaggert. Fast jede Häuserlücke und jede brache Fläche weicht neuen Wohnungen. Die Baubranche erlebt einen Immobilienboom wie seit Mitte der Neunzigerjahre nicht mehr.

Egal ob bei Aufträgen oder beim Umsatz - die Wohnungsnot sorgt für Rekordzahlen. Handwerker kommen längst kaum noch hinterher. Wer einen Maler oder Heizungsbauer braucht, wartet Wochen.

Mehr Mängel am Bau

Doch der Hochdruck am Bau sorgt nicht nur dafür, dass Hausbauer Geduld brauchen - sondern auch viel Frusttoleranz. Denn die Mängel an Gebäuden nehmen zu, legt eine Studie desBauherren-Schutzbundes (BSB) nahe. Die Zahl der Versicherungsschäden hat sich demnach zwischen 2009 und 2016 fast verdoppelt (plus 89 Prozent).

Schuld aus Sicht des Verbands, der mehr als 5800 Haftpflichtfälle der Architekt-Ingenieur-Assekuranz ausgewertet hat: Überlastete Firmen, Fachkräftemangel und immer mehr Vorschriften am Bau. «Dadurch steigt auch die Fehleranfälligkeit bei Planung und Bauausführung», sagt BSB-Geschäftsführer Florian Becker.

Feuchte Wohnungen und falsche Abdeckungen

Die Mängel gibt es laut dem Papier am häufigsten an Dächern, Decken, Fußböden und Wänden. Die Folge sind feuchte Wohnungen, Risse und falsche Abdeckungen. In der Regel tauchen die Schäden im ersten Jahr nach der Fertigstellung auf. «Manche Probleme wie die fehlerfreie Abdichtung bei bodengleichen Duschen, die schon auf dem Rückzug waren, kommen jetzt wieder verstärkt», sagt Becker.

Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, macht vor allem Termindruck für steigende Bauschäden verantwortlich. «Jahrelang waren Ingenieurbüros nicht ausgelastet und mussten daher zwangsläufig Kapazitäten abbauen. Heute stoßen sie im Boom an ihre Grenzen.»

Kündigungen und Fachkräftemangel

Tatsächlich gibt es auch am Immobilienmarkt wie auch in der Gesamtwirtschaft Zyklen - etwa beim Wohnungsbau. So wurden im Wiedervereinigungsboom in den Neunzigern mehr als 600.000 Wohnungen in einem Jahr errichtet. Danach nahmen die Zahlen wieder ab, die Baubranche strich mangels Aufträgen über eine Million Jobs, so die Landesbank Helaba. Kurz nach der Finanzkrise wurden 2009 nur rund 160.000 Wohnungen gebaut, weniger als die Hälfte als im vergangenen Jahr.

Am Bau fehlten Tauende Ingenieure, klagt Kammeyer. Die Lücke lasse sich mit Hochschulabsolventen so schnell nicht füllen, zumal es in der Ausbildung Defizite gebe. Mit der Reform zu Bachelor und Master seien viele «Mode-Studiengänge» entstanden. «Statt Abschlüssen mit tollen Namen und wenig Ingenieurinhalten braucht es wieder mehr breit aufgestellte Ingenieure», kritisiert Kammeyer.

Die Politik ist gefragt

Er sieht aber auch die Politik in der Pflicht. «Wir brauchen Planungssicherheit bei Investitionen der öffentlichen Hand, damit wir nicht krasse Kapazitätsschwankungen haben.» Die Politik müsse früher gegensteuern, wenn es Engpässe wie jetzt beim Wohnungsbau gebe.

Auch das Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) beobachte mehr Schäden, da schlicht mehr gebaut werde. «In Deutschland haben wir mehr als 15 Jahre unsere Infrastruktur, aber auch den Wohnungsbau sträflich vernachlässigt», meint Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Der Investitionsstau lasse sich nun nicht in kurzer Zeit abarbeiten.

Auftraggeber würde zudem unqualifizierte Betriebe beauftragen, auch um Kosten zu sparen. Dazu zählten scheinselbstständige Fliesenleger, die keine Meisterprüfung hätten, und Subunternehmerketten, an deren Ende unqualifizierte Beschäftigte stehen, meint Pakleppa. ««Geiz ist geil» funktioniert auf dem Bau nicht.»

Die Schäden werden teurer

Doch nicht nur die Zahl der Schäden steigt, sie werden auch immer teurer, zeigen die Daten des Bauherren-Schutzbundes: So seien 2009 bis 2011 bei Mängeln im Schnitt gut 63.000 Euro angefallen. In den Jahren 2015 bis 2017 lagen die Kosten nach Hochrechnungen rund ein Drittel höher - bei etwa 84.000 Euro.

Denn mit ausgefallene Wohnwünschen, vielfältigeren Grundrissen und modernen Ausstattungen wird Bauen komplexer. «Früher kam es auch zu Mängeln, aber Häuser waren nicht so technisiert», sagt BSB-Geschäftsführer Becker. Er rät Bauherren zur Qualitätskontrolle durch Sachverständige. Das koste sie etwa 3000 Euro, jedoch würden Schäden so bestenfalls schon in der Entstehung erkannt.

Andere Verbände sehen keinen so starken Trend zu mehr Schäden, aber grundsätzliche Mängel am Bau. Die Qualität im Schlüsselfertigbereich, der meist Verbraucher betreffe, sei «durchgehend suboptimal», erklärte der Verband Privater Bauherren. Dort komme Planung und Bau aus einer Hand, was Interessenskonflikte mit sich bringe.

Aber auch die Ansprüche am Bau verschärften das Problem: Bei der energetischen Dämmung etwa werde heutzutage eine komplett luftdichte Gebäudehülle angestrebt und so die Fehlertoleranz immer kleiner. «Früher wurde die Feuchtigkeit einfach herausgelüftet.»

Ruhe auf dem Bau gibt es in milden Wintern nur an wenigen Tagen. Moderne Baumaterialien können auch bei Minusgraden verwendet werden - vorausgesetzt, sie werden nach Vorschrift verarbeitet. Was können Bauherren tun, um Probleme zu vermeiden?

 

Berlin (dpa/tmn) – Bauen im Winter ist längst Standard geworden. Die früher übliche Winterruhe wird nur noch selten eingehalten. Doch Schnee, Eis und Frost bergen Gefahren, die den Bauherren später teuer zu stehen kommen können. Worauf sollte man achten?

Baufirmen müssen Herstellervorgaben beachten

Die Probleme auf einer Winter-Baustelle sind vielfältig: Sobald die Temperaturen unter bestimmte Werte sinken, können auch moderne Baustoffe nicht mehr uneingeschränkt verarbeitet werden. Die Baufirmen müssen sich dann genau an die Herstellervorgaben halten, damit keine Schäden entstehen. «Das tun sie aber nach unserer Erfahrung nicht immer», sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin.

Auch Innenarbeiten müssen den Winterverhältnissen angepasst sein. Sind zum Beispiel die neuen Wasserleitungen im ungeheizten Haus schon gefüllt, kann es zu Frostschäden und Leckagen kommen. Problematisch ist es auch, wenn im Erdgeschoss verputzt wird und dabei die Heizung läuft, um das Haus zu trocknen. Ist dann die Luke zum noch nicht gedämmten Dachboden nicht geschlossen, zieht die nasse warme Luft wie in einem Kamin von unten nach oben und schlägt sich dort an der kühlen Dachkonstruktion nieder. Schimmelschäden sind hier möglich.

Firmen versuchen Verpflichtungen abzuwälzen

Verantwortlich für die Baustelle ist bis zur Abnahme durch den Bauherren am Ende der Arbeiten die Baufirma. Sie muss für Risiken und Schäden geradestehen und das Bauwerk entsprechend versichern. «Häufig versuchen die Firmen aber, diese Verpflichtung im Kleingedruckten auf die Bauherren abzuwälzen», sagt Reinhold-Postina. «Auftraggeber müssen also darauf achten, was sie vertraglich vereinbaren und gegebenenfalls die entsprechenden Versicherungen abschließen.»

Der VPB empfiehlt Bauherren, sicherheitshalber ihre vorhandenen Versicherungen daraufhin zu überprüfen, ob und in welchem Umfang Elementarschäden wie Schnee, Eis, starker Frost, Sturm und Hagel mitversichert sind. Das sind dann extra Versicherungen im Rahmen anderer Policen.

Und letztlich sollte der Bauherr ein Auge auf seine Baustelle haben - regelmäßige Besuche sind sinnvoll, insbesondere, wenn die Arbeit doch ruht und daher nicht täglich Handwerker vor Ort sind und eventuelle Schäden wie eindringendes Wasser früh erkennen können.

Spezielle Versicherungen

Es gibt aber auch spezielle Versicherungen für die Zeit des Hausbaus: Für Mathias Zunk vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft in Berlin ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung «ein absolutes Muss». Der Bauherr sei in vollem Umfang für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich, auch wenn Fremdfirmen das Eigenheim errichten.

Er haftet daher für alle Schäden, die im Zusammenhang mit dem Bau entstehen. «Und Gefahren gibt es viele, das Gerüst kann umstürzen und das Nachbarhaus beschädigen, spielende Kinder können in die Baugrube fallen oder herabfallende Teile Passanten verletzen», zählt Zunk auf. Gerade im Winter kommen durch Schnee und Glätte Risiken dazu. Diese Haftpflichtversicherung für Bauherren sollte bereits vor dem ersten Spatenstich abgeschlossen werden. Der Schutz gilt dann bis zur Abnahme des Gebäudes, die Kosten richten sich nach der Bausumme.

«Auf einer Baustelle läuft nicht immer alles nach Plan», erklärt Zunk. Auch Naturgefahren wie ein Sturm können das halb fertige Gebäude beschädigen. «In solchen Fällen hilft die Bauleistungsversicherung.» Sie ersetzt unvorhersehbare Schäden, die durch Unwetter, aber auch durch Vandalismus oder fahrlässiges Handeln von Bauarbeitern entstehen.

Bauleistungsversicherung

«Gerade im Winter, wenn auch einmal längere Zeit niemand auf der Baustelle ist, ist eine Bauleistungsversicherung sinnvoll», sagt auch Julia Wagner vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. Denn auch etwas anderes als Witterungsbedingungen muss man dann bedenken: In der dunklen Jahreszeit häufen sich Diebstähle. Gerade verlassene Gebäude sind verlockende Ziele.

Bauherren sollten aber immer mehrere Angebote prüfen. «Der Umfang des Versicherungsschutzes einer Bauleistungsversicherung weicht in einzelnen Punkten von Anbieter zu Anbieter ab», sagt Reinhold-Postina.

 

Die Deutschen werden trotz Zinsflaute immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. Dabei setzten die Deutschen vor allem auf Bargeld und Bankeinlagen, auf die sie schnell zugreifen können. Das Engagement in Aktien war nach Angaben der Bundesbank schwächer als in den Vorquartalen.

Die Bundesbank berücksichtigt bei der Berechnung des Geldvermögens Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen - nicht jedoch Immobilien. Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor.

Lange Zeit schien es eine attraktive Option: das Darlehen für das Eigenheim mit einer Lebensversicherung zu koppeln. Doch inzwischen gilt das Modell als unattraktiv und unrentabel. Ein BGH-Urteil bringt neue Unsicherheiten für Bauherren mit so einer Finanzierung.

 

Das eigene Haus über eine Lebensversicherung zu finanzieren, war lange ein gern gewähltes Modell. Inzwischen ist es für die meisten aber uninteressant.

Denn seit mehr als zehn Jahren sind Auszahlungen dieser Policen nicht mehr steuerfrei. Das macht sie vergleichsweise unrentabel - erst recht in der aktuellen Niedrigzinsphase. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) wirft ein Schlaglicht auf die Probleme, denen Bauherren bei dieser Finanzierungsvariante begegnen können.

Das Modell

«Bei dieser Art der Baufinanzierung wird während der Laufzeit das Baudarlehen nicht getilgt, sondern es werden nur Zinsen bezahlt», erklärt Anke Behn von der Verbraucherzentrale Bremen. «Nebenbei zahlt man in eine Kapitallebensversicherung ein, die dann bei Auszahlung das Darlehen auf einen Schlag ablöst.»

Das Problem: Wie hoch die Auszahlung der Lebensversicherung am Ende ausfallen wird, das sind Schätzungen. Sie hängen mit der Markt- und Zinsentwicklung zusammen, weil die Lebensversicherungen das Geld am Markt anlegen. Entsprechend können die Renditen und damit auch die tatsächliche Auszahlungshöhe anders ausfallen als erhofft. In der Regel konnten Versicherte von einer Mindestauszahlung ausgehen.

«Die Rendite aus einer Lebensversicherung setzt sich aus drei Bereichen zusammen: dem Garantiezins, den Überschussbeteiligungen und den Bewertungsreserven», erklärt Rechtsanwalt Sven-Wulf Schöller, der Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) ist.

Bewertungsreserven, das sind Buchgewinne durch steigende Kurse. Die Frage, wie viel dieser Reserven den Anlegern zusteht, hat den BGH in Karlsruhe im Sommer 2018 beschäftigt (Az.: IV ZR 201/17).

Das Urteil

Der BGH bestätigte, dass Lebensversicherungen nicht mehr die Hälfte ihrer Bewertungsreserven an ihre Versicherten auszahlen müssen. Eine entsprechende Neuregelung von 2014 sei verfassungsgemäß. Die niedrigen Zinsen setzen den Versicherern zu und das Gericht wollte auf diese Weise vermeiden, dass hohe Ausschüttungen zu Lasten der übrigen Versicherten gehen.

Die Reaktionen

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft begrüßt das Urteil. Anders Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten: «Nicht die niedrigen Zinsen sind Schuld, sondern die Versicherungen haben sich verkalkuliert, aber die Kunden müssen dafür zahlen.» Er schätzt, dass nur noch fünf Prozent der Bewertungsreserven ausgezahlt werden.

Die Konsequenzen

Die Verknappung der Bewertungsreserven ist rechtens, aber sie muss begründet werden, so der BGH. Verbrauchern wird das finanziell wenig nutzen, vermutet Rechtsanwalt Schöller. «Der Versicherte wird nicht mehr Geld aus den Bewertungsreserven bekommen - nur eine bessere Begründung warum er nicht mehr bekommt», sagt er.

Kleinlein rät Besitzern von bereits gekündigten oder abgelaufenen Verträgen, die möglicherweise eine zu niedrige Bewertungsreserve ausgezahlt bekommen haben, ihren Versicherer anzuschreiben und um Unterbrechung der Verjährung zu bitten. So hielten sie ihre Ansprüche bei einem späteren positiven Urteilsspruch aufrecht.

Der Immobilienmarkt

Doch wie viele Bauherren kämpfen aktuell tatsächlich mit einer zu niedrigen Auszahlung und haben damit ein Rückzahlungsproblem ihres Baudarlehens? Genaue Zahlen sind nicht zu bekommen, nur so viel: «Um den Immobilienmarkt unter Druck zu setzen, sind es zu wenige» sagt Schöller. Doch auch wenn die Auszahlung der Lebensversicherung zu gering ausfällt, stehen die Bauherren in der Regel nicht vor einem finanziellen Desaster. «Meistens bieten die Banken Darlehen an, mit denen der Bauherr die finanzielle Lücke schließen kann.»

Die Problematik, ein Baudarlehen mit einer Lebensversicherung zu koppeln, ist inzwischen erkannt worden. «Diese Art der Baufinanzierung wird aktuell kaum noch angeboten», erklärt Verbraucherschützerin Behn.

Der Anteil regenerativer Energien am weltweiten Verbrauch zieht schneller an als bisher, meldet die Internationale Energie Agentur. Doch den größten Teil davon macht Bioenergie aus - die ist zwar erneuerbar, aber nicht unproblematisch.

Der Anteil regenerativer Energien am weltweiten Energieverbrauch wächst immer schneller. Das geht aus dem Jahresbericht und Sechs-Jahres-Ausblick der Internationalen Energie-Agentur zu Erneuerbaren Energien hervor, der an diesem Montag in London vorgestellt wurde.

Im vergangenen Jahr wuchs der Verbrauch regenerativer Energien demnach dreimal schneller als der Gesamtverbrauch.

Bis zum Jahr 2023 erwarten die Experten laut dem Bericht, dass der Anteil regenerativer Energien am weltweiten Gesamtverbrauch um zwei Prozentpunkte auf 12,4 Prozent wachsen wird - schneller als im vorhergehenden Sechs-Jahres-Zeitraum.

Ein Drittel des Wachstums findet dem Bericht zufolge auf dem Gebiet der Bioenergie statt. Das liegt vor allem daran, dass Energie aus Biomasse vor allem in den Bereichen Heizung und Transport eingesetzt wird, wo 80 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs stattfinden. Auch 2023 wird sie noch die größte regenerative Energiequelle darstellen, auch wenn Windkraft und Sonnenenergie schneller wachsen.

Die Internationale Energie-Agentur weist in ihrem Bericht darauf hin, dass nur nachhaltig erzeugte und eingesetzte Bioenergie dazu geeignet ist, dem Klimaschutz zu dienen. Dafür seien klare Vorgaben der Politik notwendig. Trotzdem sei die Bioenergie von fundamentaler Bedeutung, um den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid im Energiesystem zu vermeiden.

Bei der Stromerzeugung wird der Anteil der Erneuerbaren bis in fünf Jahren etwa 30 Prozent betragen, schätzen die Experten. Im vergangenen Jahr machten Erneuerbare Energien mit 178 Gigawatt erstmals mehr als zwei Drittel des weltweiten Ausbaus von Stromerzeugungs-Kapazitäten aus.

Am stärksten werden Photovoltaik-Anlagen ausgebaut. Sie wurden im vergangenen Jahr weltweit um 97 Gigawatt erweitert, die Hälfte davon entstand in China. Bei Onshore-Windkraft und Wasserkraft verlangsamte sich das Wachstum dagegen.

Bis 2023 rechnen die IEA-Experten weltweit mit zusätzlichen 600 Gigawatt an Photovoltaik-Anlagen. Eine herausragende Rolle kommt der dezentralen Stromerzeugung zu, sie macht laut dem Bericht die Hälfte des Wachstums im Prognose-Zeitraum aus. Die Gesamtkapazität wird damit auf ein Terawatt steigen, 40 Prozent davon wird in China stehen.

Deutschland wird dem Ausblick zufolge bis in fünf Jahren 13,7 Gigawatt an zusätzlichen Solaranlagen zur Stromerzeugung errichten - weit mehr als im vergangenen Jahr noch angenommen.

China ist stärkster Wachstumsmarkt für alle Erneuerbaren Energien. Auf dem zweiten Platz wird die Europäische Union die USA in den kommenden fünf Jahren laut IEA überholen.

Nur langsam geht es für Erneuerbare Energien dagegen im Bereich Verkehr und Transport voran. Auch im Jahr 2023 werden Biokraftstoffe nur vier Prozent des gesamten Verbrauchs ausmachen, andere regenerative Energien sind dahinter weit abgeschlagen.

Wer einen Mietvertrag unterschreibt, ist an die Vereinbarungen gebunden? Das stimmt nicht immer. Viele Vermieter verwenden unwirksame Klauseln. Mieter sollten das Schriftstrück daraufhin prüfen lassen.

Neun von zehn aller in Deutschland abgeschlossenen Mietverträge enthalten unwirksame Vertragsklauseln. Das schätzt zumindest der Deutsche Mieterbund (DMB).

In mehr als 19 Millionen Mietverträgen steckten somit Regelungen, die eindeutig gegen das Gesetz verstoßen oder die laut Rechtsprechung Mieter übermäßig benachteiligen und deshalb unwirksam sind.

Dazu gehören laut DMB oft Vereinbarungen zu Schönheitsreparaturen und Renovierungen. Daneben sind viele Mietvertragsangaben zur Wohnungsgröße falsch, Fragen der Tierhaltung, der Kündigungsfristen oder der Mieterrechte unwirksam geregelt.

Probleme gebe es nicht nur bei selbst geschriebenen Mietverträgen. Auch in Formularmietverträgen von Hauseigentümervereinen, Maklern oder Wohnungsunternehmen seien viele unwirksame Regelungen festgeschrieben. Das gilt auch dann, wenn sich diese Verträge «Mustermietvertrag» oder «Einheitsmietvertrag» nennen.

Ist eine Vertragsklausel unwirksam, tritt an ihre Stelle die gesetzliche Regelung, zum Beispiel die des Bürgerlichen Gesetzbuches. Bevor Mieter einen Vertrag unterschreiben, sollten sie sich beraten lassen, ob die Vereinbarungen wirksam sind oder nicht. Spätestens aber, wenn der Vermieter Rechte aus dem Vertrag ableitet, muss dieser geprüft werden, empfiehlt der DMB.

Bei Quadratmeterpreisen für eine Mietwohnung von 20 Euro und mehr in Metropolen müssen sich viele Normalverdiener von Wohnträumen verabschieden. München gilt da nur als Vorreiter. Wohnungskonzerne wie Vonovia stellen sich auf den Trend ein.

 

1150 Euro Kaltmiete für eine 60 Quadratmeter große Wohnung in Köln, 1100 Euro für nur 38 Quadratmeter in München: Wer in deutschen Großstädten eine Bleibe sucht, muss sich zunehmend von allzu großzügigen Wohnträumen verabschieden.

Selbst Wohnungen in der Größe einer Studentenbude werden wieder salonfähig. «Da geht die Reise hin, dass wir bei den Quadratmetern eher sparen», stellt der Immobilienexperte des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Voigtländer, fest. Eine Stadt wie München sei da nur der Vorreiter.

«Noch vor einigen Jahren hätte man gesagt, lieber eine größere Wohnung als eine kleinere Wohnung», so Voigtländer. Mittlerweile müssten sich jedoch viele Großstädter auf immer kleinerem Raum einrichten, während großzügige Wohnungen oft nur noch in ländlichen Regionen bezahlbar seien.

«Viele würden sich zwar lieber eine größere Wohnung nehmen, können sich diese aber nicht leisten», sagt auch Thomas Bauer, Vizepräsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie und Chef des gleichnamigen Tiefbaukonzerns. Das Problem der Wohnungsnot lässt sich Bauer zufolge nur lösen, wenn wieder mehr Menschen aus der Großstadt ins Umland ziehen. Allerdings gehe der Trend derzeit in die umgekehrte Richtung.

Hintergrund sei auch ein deutlicher demografischer Wandel. Die Menschen würden älter und es gebe viel mehr Ein-Personen-Haushalte. Bei einer gleich bleibenden Bevölkerungszahl würden daher mehr Wohnungen benötigt. Daran mangelt es aber in Metropolen, da über viele Jahre nicht genügend in den Wohnungsbau investiert worden sei. Auch wenn Bauträger neue Wohnungen errichten wollten, fänden sie in den Städten keine Grundstücke.

Über Jahre haben sich die Deutschen indes an immer größere Wohnungen gewöhnt. Seit der Jahrtausendwende ist die Wohnfläche je Bundesbürger nach Zahlen des Statistischen Bundesamts fast kontinuierlich gewachsen. Waren es 1999 noch rund 39 Quadratmeter pro Kopf, stieg die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf zehn Jahre später auf 45 Quadratmeter und lag im vergangenen Jahr bei 46,5 Quadratmetern. Nun könnte sich das Bild zumindest in den Großstädten drehen.

Beim größten deutschen Vermieter Vonovia reagiert man auf die nach Einschätzung von Vorstandschef Rolf Buch «dramatisch» werdende Wohnungsnot mit einem verstärkten Angebot kleinerer Wohnungen. Mit bodentiefen Fenstern und nur noch kleinen Schlafzimmern und Fluren soll dort den Bewohnern zumindest optisch Großzügigkeit vermittelt werden. Für eine Neubau-Wohnung verlangt der Konzern in Bochum rund 10 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter.

Bei Um- und Neubauten sollen bei Vonovia so zunehmend Wohnungen in der Größe von etwa 55 bis 60 Quadratmetern entstehen, etwa durch die Aufteilung einer großen 160-Quadratmeter-Mietwohnung in drei kleine Apartments. «In einer Stadt, die leer gefegt von freien Wohnungen ist, wohnen einige auf vielen Quadratmetern», so Buch.

«Wenn es darum geht, höhere Quadratmeterpreise über kleinere Wohnungen zu realisieren, ist das problematisch», meint hingegen Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Als Lösung im Kampf gegen Leerstände bei Wohnungen, die sich sonst nur schwer vermieten ließen, sei das Angebot von kleineren Apartments dagegen vernünftig. Voraussetzung sei jedoch eine leer stehende Wohnung. «Man kann und darf dafür kein Mietverhältnis kündigen», so Ropertz.

 

 

Ist das Haus ausreichend gedämmt? Das können Immobilienbesitzer mit einer Wärmebildkamera herausfinden. Damit die Aufnahmen aussagekräftig sind, sollte sie zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Und auch das Deuten der Bilder braucht etwas Vorwissen.

 

Ob ein Haus Wärme und Energie verliert, erkennen Eigentümer an Thermographie-Aufnahmen. Die Wärmebildkamera zeigt das Haus in unterschiedlichen Farben.

Grob lässt sich sagen: Schimmern Bauteile grün oder blau, ist alles in Ordnung. Die Farben Weiß, Rot und Orange weisen hingegen auf eine schadhafte Dämmung und beispielsweise Wärmelecks hin. So erhalten Eigentümer eine erste Orientierung, ob ihre Immobilie dringend saniert werden muss, teilt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mit.

Aufnahmen vom Fachmann kosten mindestens 300 Euro. Damit die Bilder aussagekräftig sind, ist es wichtig, dass der Experte sie nachts bei kalten Temperaturen aufnimmt. Zudem sollte es nicht regnen und das Haus vorher konstant beheizt worden sein.

Um sich einen guten Gesamteindruck über die Energieverluste zu verschaffen, sollte der Fachmann die Immobilie auch von innen besichtigen. Nach der Analyse der Schwachstellen können Eigentümer im zweiten Schritt über sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen nachdenken.

Die Wohnungsnot in vielen Teilen Deutschlands treibt die Mieten in die Höhe. Der Anstieg der Neumieten angebotener Wohnungen ist im Schnitt doppelt so hoch wie die Inflation, wie neue Daten des Bundesinnenministeriums zeigen.Wohnen wird immer teurer: Laut Innenministerium stiegen die Neumieten im zweiten Quartal 2018 um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

 

Der Mietanstieg in vielen Teilen Deutschlands setzt sich ungebremst fort. Eigentümer verlangen bei Neuvermietungen kräftige Aufschläge.

Die Angebotsmieten kletterten jüngst im Bundesschnitt mehr als doppelt so schnell wie die allgemeine Inflation. Das zeigt eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Chris Kühn.

Demnach stiegen die Neumieten, die Eigentümer verlangen, im zweiten Quartal 2018 um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die Verbraucherpreise aber nur um 2 Prozent. Im ersten Quartal kletterten die Mieten um 5,5 Prozent, während die Inflation 1,5 Prozent betrug. Auch in den dreimonatigen Zeiträumen 2017 wuchsen die Neumieten jeweils viel stärker als die Teuerungsraten. Während die Bundesregierung den Anstieg mit Anreizen für bezahlbaren Wohnraum und einer schärferen Mietpreisbremse bekämpfen will, fordern Verbände weniger Auflagen und Steuern.

Für die Ermittlung der Daten hat das für Bau zuständige Innenministerium laut den Angaben sowohl Angebote reiner Online-Immobilienplattformen als auch von Online-Wohnungsbörsen ausgewertet, die verschiedene Tageszeitungen auf ihren Internetseiten anbieten. Einbezogen wurden demnach in den Anzeigen angebotene Nettokaltmieten unmöblierter Wohnungen zwischen 40 und 130 Quadratmetern ohne Nebenkosten. Mieten aus bestehenden Verträgen wurden nicht erfasst. Über die tatsächlich erzielten Mieten und die Bestandsmieten wurde keine Auskunft gegeben.

Kühn, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, erklärte: «Das selbstgesetzte Ziel, die Mieten bezahlbar zu halten, verfehlt die Regierung krachend». Der Regierung warf er Trägheit vor. «Wir brauchen endlich mehr sozialen Wohnungsbau, eine Erhöhung des Wohngelds, die Wiedereinführung des gemeinnützigen Wohnungsbaus und eine echte Mietpreisbremse.»

Dass die Neumieten stärker als die Inflation steigen, ist angesichts der anhaltenden Wohnungsnot keine Überraschung. Gerade in Großstädten schießen die Mieten hoch. Eine detaillierte Gegenüberstellung mit der Inflation war aber bisher nicht bekannt.

Die Bundesregierung will Investoren den Bau bezahlbarer Wohnungen mit Steueranreizen schmackhaft machen, wie am Donnerstag bekannt wurde. Die Sonderabschreibungen sollen aus Sicht des Finanzministeriums für Objekte gelten, für die zwischen dem 31. August 2018 und dem 31. Dezember 2021 ein Bauantrag gestellt wird, wie es in einem Gesetzesentwurf heißt. Bedingung ist, dass die Herstellungs- und Anschaffungskosten 3000 Euro je Quadratmeter nicht übersteigen.

Zudem will die Große Koalition die Mietpreisbremse für Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten verschärfen. Laut eines Gesetzentwurfes von Justizministerin Katarina Barley (SPD) sollen Vermieter schon vor Vertragsabschluss begründen müssen, wenn sie zehn Prozent oder mehr auf die ortsübliche Miete aufschlagen wollen.

Immobilienverbände erneuerten angesichts der Neuvermietungsdaten ihre Forderung nach weniger staatlichen Auflagen. «Wir brauchen weniger Regulierung, beschleunigte Genehmigungs- und Planungsverfahren und eine Entlastung der Kommunen», erklärte Klaus Peter Hesse, Geschäftsführer des Zentralen Immobilien-Ausschusses. Der Verband fordert ferner höhere und dauerhafte Abschreibungen für Baukosten.

Der Mietanstieg sei die logische Folge von wachsenden Bau- und Grundstückskosten und immer mehr staatlichen Auflagen und Abgaben, monierte Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. «Allein die Grunderwerbssteuer wurde seit 2006 von den Bundesländern 27-mal erhöht.» Ferner seien energetische Einsparvorgaben seit 2000 6-mal verschärft worden. Um den Anstieg der Bodenpreise zu begrenzen, müssten Kommunen auch mehr Bauland ausweisen und den Investoren vergünstigt zur Verfügung stellen.

Kryptowährungen wie der Bitcoin sind den zweiten Tag in Folge deutlich gefallen. Der Bitcoin als bekannteste und älteste Digitalwährung fiel in der Nacht auf Donnerstag auf der Handelsplattform Bitstamp um etwa 9,5 Prozent auf bis zu 6253 US-Dollar.

Am Mittwoch hatte der Bitcoin bereits bis rund 7 Prozent an Wert verloren. Damit verlor die Kryptowährung innerhalb von gerade einmal 14 Stunden mehr als 1000 Dollar an Wert.

Auch andere Kryptowährungen wie Ether, XRP oder Eos gerieten weiter unter Druck, zum Teil noch deutlich stärker als der Bitcoin. Die Internetseite Coinmarketcap gab an, dass sich der Wert aller rund 1900 Kryptowährungen seit Mittwoch von knapp 240 Milliarden Dollar auf aktuell 202 Milliarden Dollar verringert habe.

Starke Preisschwankungen sind bei Digitalwährungen üblich. Als Grund für den jüngsten Preisrutsch gilt ein Bericht der Internetseite «Business Insider» vom Mittwoch. Dem Bericht zufolge hat die Investmentbank Goldman Sachs Pläne auf Eis gelegt, in den Handel mit Kryptowährungen einzusteigen.

Schon in den Wochen und Monaten zuvor hatte das Interesse der Anleger gegenüber den neuartigen Digitaldevisen in der Tendenz abgenommen. Als ein wesentlicher Grund dafür gilt das bislang vergebliche Warten auf die Einführung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Digitalwährungen.

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